Über den Wolken - Angst- und beschwerdefrei fliegen

Sommerzeit ist Urlaubszeit. Ein Grund zur Freude – eigentlich. Denn so verlockend es ist, mit dem Flugzeug ins Urlaubsparadies zu fliegen, so sehr gleicht der Weg dorthin für einige Menschen eher der Hölle. Die Rede ist von Flugangst - neben der aktuellen Corona-Situation eine zusätzliche Belastung für Reisende.

Unter der sogenannten Aviophobie leiden etwa die Hälfte aller Flugpassagiere. Kein Grund also sich zu schämen, Betroffene sind gewiss nicht allein. Zwar bestätigen sämtliche Statistiken, dass das Flugzeug das sicherste Verkehrsmittel ist – viel sicherer als zum Beispiel das Auto – dennoch beruhigt das nur die wenigsten Menschen mit Flugangst. Was hilft also, wenn es nach der Corona-Pandemie wieder in den Urlaub gehen soll?

Viele Therapeuten raten u.a. zu Entspannungstechniken. Diese kann der Betroffene unter Anleitung erlernen und selbstständig zu Hause üben.

Aber Flugangst ist nicht das einzige, was viele Betroffene beunruhigt – Stichwort: Thrombose. Besonders gefährdet sind Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, mit Krampfadern oder mit Neigung zur Blutverdickung und jene, die schon einmal eine Thrombose oder eine Lungenembolie hatten. Eine Betroffene berichtet:

„Wenn ich im Flugzeug sitze, fliegt die Angst vor einer Thrombose immer mit.“

Eine Thrombose tritt vor allem in den Beinvenen auf. Sie entsteht, wenn sich Blutgerinnsel in einer Vene bilden und ein Gefäß verstopfen. Dieser Blutpfropf behindert den Blutstrom. Er kann sich lösen, in die Lunge wandern und dort eine sogenannte Embolie auslösen, die im schlechtesten Fall auch tödlich sein kann.

Bei langen Flugreisen hilft die sogenannte Muskelpumpe:das wechselnde An- und Entspannen der Muskeln. Ratsam ist außerdem lockere Kleidung zu tragen und viel zu trinken.

„Deshalb bewege ich mich während des Fluges viel und trage außerdem Kompressionsstrümpfe.“

Kompressionsstrümpfe senken das Risiko für Thrombosen deutlich. Sie üben einen gleichmäßigen Druck auf das Bein aus. Durch diesen kontrollierten Widerstand wird der Blutfluss in den Venen unterstützt, Flüssigkeitseinlagerungen im Gewebe und damit auch die Beschwerden gehen zurück.

Das hilft gegen Flugangst: Auf die Atmung achten!

Die Hand etwa zwei Zentimeter unterhalb des Nabels flach auf den Bauch legen und langsam tief einatmen. Sich dabei vorstellen, wie die Atemluft durch die Nase in den Brustraum, von dort in den Bauch bis zur Hand fließt. Wieder ausatmen und sich dabei vorstellen, wie die Luft durch den Bauch, über den Rücken, durch die Nase strömt. Anschließend eine Atempause von 6 bis 10 Sekunden einlegen. Diese Atemübung wiederholen und so lange durchführen bis die Anspannung nachlässt.